Abschlussfeier des Erasmus-Projekts „Nachhaltige Energienutzung Berlin – Athen 2024/25“
Abschlussfeier des Erasmus-Projekts „Nachhaltige Energienutzung Berlin – Athen 2024/25“
Abend im Zeichen des Austauschs zwischen Berlin und Athen
Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung ging das Erasmus-Projekt „Nachhaltige Energienutzung Berlin – Athen 2024/25“ nach zwei Projektjahren zu Ende. Der Abend stand ganz im Zeichen des Austauschs zwischen Berlin und Athen und würdigte die Ergebnisse der Zusammenarbeit der Kooperationspartner.
Reiner Schiller-Dickhut (RfG – Respekt für Griechenland) eröffnete die Veranstaltung mit einer Einführung in den Abend und in das Projekt. Im Mittelpunkt des Projekts stand der Austausch zwischen den Kooperationspartnern in Berlin und Athen und die Frage, wie die Themen Klimaschutz und Energiesparen über rein naturwissenschaftlich-technische Ansätze hinaus vermittelt werden können. Das Ziel des Projekts war es, bestehende Bildungsmodule zu Energiesparen und Klimaschutz um emotional ansprechende, kreative und gestaltende Methoden zu ergänzen. Darüber hinaus sollten Unterrichtseinheiten so gestaltet werden, dass auch sozial benachteiligte Gruppen oder Schüler*innen mit erhöhtem Förderbedarf, erreicht werden können.
Dazu stellte Janna Greisle (UfU – Unabhängiges Institut für Umweltfragen) Projektansätze des UfU vor, die die beschriebene Herangehensweise zur Anwendung bringen und im Rahmen des Projekts, aber auch in anderen Projekten des UfU erprobt und umgesetzt worden waren.
Die systematische Entwicklung von Modulen zur Ansprache von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf stellte sich aufgrund fehlender zielgruppenspezifischer Materialien als eine besondere Herausforderung dar. Die Workshopgestaltung erforderte eine enge Abstimmung mit den Lehrkräften und oft individuelle Anpassung an teilweise einzelne Schüler*innen. Bei der Erprobung und Durchführung von Workshops in Förderschulen, wie der Biesalski-Förderschule in Steglitz-Zehlendorf, zeigten praxisnahe Aktionen am meisten Erfolg: Energiesparen wurde vor allem durch Bewegung, Spiel und handlungsorientierte Angebote erlebbar gemacht, etwa beim Fahrradfahren zur Stromerzeugung oder beim Upcycling von Abfall zu Geldbeuteln und Blumentöpfen zur Schulhofbegrünung. Auch die Projekte „Klimavisionen“ und „Klimagesichter“ des UfU wurden als Beispiele für partizipative, kreativ gestaltende und emotional ansprechende Formate vorgestellt.
Da Maya Andreou (CER – Community Energy River) nicht persönlich an der Abschlussfeier teilnehmen konnte, wurde sie mit einem digitalen Grußwort zugeschaltet. Sie erläuterte die Weiterentwicklung der Energiesparworkshops auf griechischer Seite und deren Fokus auf spielerische, gestaltende und partizipative Ansätze. In den Workshops mit den Kindern wurde das Schulgebäude zu einem lebenden Labor, zu einer emotional ansprechenden Gestalt. Durch Zeichnen und Malen ihrer Schule oder ihres zukünftigen Wunschgebäudes wurden die Emotionen der Kinder im Zusammenhang mit ihrem Schulgebäude hervorgebracht. Dies zeigte auch deren Frustration und Ärger über den Zustand des Gebäudes, brachte aber auch Ideen hervor, welche Verbesserungen gemacht werden könnten. Darüber hinaus stellte Maya das im Rahmen des Projekts von CER entwickelte Spiel „we change climate change“ vor, welches die Handlungsoptionen der Kinder zur Reduktion von CO2-Emissionen in den Fokus nimmt und beim „Cycladic Kids Festival“ im September 2025 in Athen getestet wurde.
Wolfgang Schwarz (BNE-Zentrum – Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung) führte anschließend anhand von Bildern durch die beiden Projektjahre und die Vorgeschichte der aktuellen Zusammenarbeit der Projektpartner. Neben Eindrücken aus den Projekt-Schulen in beiden Ländern, kam es im April 2024 in Athen und im Dezember 2024 in Berlin zu einem Austausch zwischen Schulklassen des 13. Gymnasio und Lykeo Athen und des Heinrich-Hertz-Gymnasiums.
Darüber hinaus unterstrich Wolfgang Schwarz die Bedeutung der zahlreichen Austauschtreffen der Projektpartner. Neben der Weiterentwicklung der Bildungsmodule entstanden dabei auch die Ideen für einen gemeinsamen Folgeantrag im Rahmen des Erasmus+Jugend-Förderprogramms, welcher im Herbst 2025 eingereicht wurde.
Der Abend wurde musikalisch begleitet. Griechische Lieder wurden mit neuen deutschen Texten unterlegt. Damit wurde die Verbindung zwischen den Projektpartnern auch kulturell erlebbar gemacht. Die Abschlussveranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit, Bildung und Kreativität zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.
Kontakt: Janna Greisle
Glienicke/Nordbahn startet mit Energiesparprojekt fifty/fifty durch
Starterpaket ermöglicht geringinvestive Maßnahmen in sechs kommunalen Einrichtungen
Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn beantragt ein sogenanntes Starterpaket für geringinvestive Maßnahmen im Rahmen ihres Energiesparprojekts. Damit können in den kommenden Projektjahren gezielte Investitionen in sechs kommunalen Einrichtungen – einer Schule, einem Hort, einem Jugendclub und drei Kindertagesstätten – umgesetzt werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch spürbar zu senken und gleichzeitig pädagogische Impulse für den Klimaschutz zu setzen.
Kleine Maßnahmen, große Wirkung
Mit den Fördermitteln, die bis zu 6.000 Euro pro Einrichtung betragen, lassen sich zahlreiche energiesparende Verbesserungen umsetzen. Dazu zählen beispielsweise der Austausch veralteter Thermostatventile, die Optimierung der Heizungsregelungen oder der Erwerb von Materialien für pädagogische und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten.
Solche geringinvestiven Maßnahmen zeigen schnell sichtbare Erfolge: Sie verbessern das Energiemanagement vor Ort und machen für Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar erfahrbar, dass die Kommune aktiv zum Klimaschutz beiträgt.
Förderung schafft Handlungsspielräume
Finanziert wird das Projekt über die sogenannte Kommunalrichtlinie, die Kommunen bei der Einführung von Energiesparmodellen unterstützt. Neben der Förderung von Personalkosten bieten die zusätzlichen Mittel des Starterpakets eine wertvolle Möglichkeit, sinnvolle Investitionen auch bei knappen Haushalten umzusetzen.
„Sechstausend Euro mögen auf den ersten Blick nicht viel erscheinen – für kommunale Bildungseinrichtungen können sie jedoch den entscheidenden Unterschied machen“, betont Marlies Bock vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU), welches das Projekt im Auftrag der Gemeinde an den Einrichtungen durchführt. „Das Geld kann direkt und unbürokratisch eingesetzt werden – ein wichtiger Schritt, um Motivation, Selbstwirksamkeit und Nachhaltigkeit zu fördern.“
Bildung trifft Technik
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von pädagogischer Arbeit und technischem Know-how. Durch die Einbeziehung der Hausmeister*innen sowie des pädagogischen Personals entstehen Synergien, die über das Projekt hinaus wirken können. Kinder und Jugendliche erleben unmittelbar, dass ihr Engagement für den Klimaschutz zu sichtbaren Veränderungen führt – ein nachhaltiger Lerneffekt, der weit über die Projektlaufzeit hinausreichen soll.
Blick in die Zukunft
Das Energiesparprojekt in Glienicke/Nordbahn startete Anfang 2025 und läuft bis Mitte 2028. Die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Starterpaket ist ab 2026 geplant, sodass sie bereits zur Heizperiode 2026/27 Wirkung zeigen können. Begleitend dazu finden pädagogische Aktionen und Workshops statt, in denen weitere Ideen für Energieeinsparung und Klimaschutz entwickelt werden.
Langfristig soll das Projekt in den Einrichtungen und in der gesamten Kommune fortgeführt werden. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass eine kontinuierliche Unterstützung entscheidend ist, um dauerhafte Energieeinsparungen und ein wachsendes Bewusstsein für Klimaschutz zu erreichen.
Fachtagung Klimaschutz an Schulen 2025
Natürlicher Klimaschutz – Schulen zukunftsfähig machen!
Natürlicher Klimaschutz muss in Schulen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Dies zeigte die 27. Fachtagung zu Klimaschutz an Schulen am 13. November in Berlin. Das diesjährige Schwerpunktthema „Schule im Wandel: Natürlicher Klimaschutz an Schulen“ untersuchte, inwieweit Schulen aktiv zur Klimaanpassung beitragen können.
Die enorme und oftmals unterschätzte Bedeutung intakter Ökosysteme für das Stadtklima hat auch Auswirkungen auf den Schulalltag. Insbesondere in Hitzemonaten und in Zeiten von Dürre, merken die Schüler*innen in den oftmals nicht klimaangepassten Gebäuden die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Alltag. Entsprechend zeigte die Fachtagung mit Vorträgen, Workshops und Initiativen auf, wie sich Klimaanpassung sowohl baulich, als auch pädagogisch in den Schulalltag integrieren lässt.
Im Mittelpunkt solcher Maßnahmen stehen naturbasierte und wassersensible Lösungen für die Schule. Durch Begrünung, Nutzung von Regenwasser oder innovative Bauformen werden die Biodiversität gesteigert, das Mikroklima an der Schule verbessert und gesunde Lernräume geschaffen, was die Resilienz von Schulgebäuden und Städten stärkt. Die auf der Fachtagung beispielhaft vorgestellte Umgestaltung des Schulhofs des Hermann-Hesse-Gymnasiums veranschaulicht, dass Schulen selbst zu Orten des Wandels werden können, an denen Lehrkräfte und Schüler*innen gemeinsam nachhaltige Strategien umsetzen.
Auch die Befähigung von Schüler*innen, sich an der eigenen Schule zu beteiligen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung junger Menschen. Beteiligungsprojekte wie das UfU Projekt KlimaVisionen bestätigten auch in der Fachtagung, dass die Schüler*innen vermehrt auch außerhalb der Schule zu Klimathemen zu kommunizieren. Schulische Klimaschutzprojekte stoßen dementsprechend nicht nur räumliche Veränderungen an, sondern stärken auch die Handlungskompetenz junger Menschen. Vor diesem Hintergrund sind geplante Kürzungen bei derartigen Projekten kritisch zu bewerten.
Das UfU hebt mit dieser Fachtagung hervor, dass Klimaanpassung machbar, wirkungsvoll und ein Gewinn für Bildung, Gemeinschaft und Umwelt ist. Deutlich wird dabei auch: Natürlicher Klimaschutz ist kein Zusatzprojekt, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Schulen und in das Bewusstsein der kommenden Generationen.
Energiesparen wirkt – Pilotprojekt zeigt Einsparpotenziale in Wohngruppen der Jugendhilfe
Energiesparen wirkt – Pilotprojekt zeigt Einsparpotenziale in Wohngruppen der Jugendhilfe
Wie lassen sich Energie- und Wasserverbräuche im Alltag senken – auch in Wohnkontexten mit besonderen sozialen und organisatorischen Anforderungen? Ein Pilotprojekt des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) zeigt: Mit praxisnahen Experimenten, spielerischen Methoden und konkreten Messungen lassen sich Einsparpotenziale sichtbar machen und Selbstwirksamkeit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Familien stärken. Im Oktober 2025 führte das UfU im Auftrag der Cornelius-Werk Diakonische Hilfen gGmbH das Pilotprojekt „Energiesparen in Wohngruppen der Jugendhilfe“ durch. In mehreren Workshops zu Energie- und Wassersparen arbeiteten Kinder, Jugendliche sowie junge Eltern an der Frage, wie sich Ressourcen im Alltag bewusster und effizienter nutzen lassen.
Messbare Einspareffekte im Alltag
Zentrales Element der Workshops waren interaktive Experimente, mit denen Energie- und Wasserverbräuche unmittelbar erfahrbar wurden. Besonders eindrücklich war ein Lüftungsexperiment mit Nebelmaschine und CO₂-Messgeräten: Während beim Kipplüften der CO₂-Gehalt der Raumluft kaum sank und zeitweise sogar anstieg, führte Stoßlüften innerhalb kurzer Zeit zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität. Das Experiment machte anschaulich deutlich, dass einfache Verhaltensänderungen nicht nur Energie sparen, sondern auch das Raumklima und die Gesundheit verbessern können. Ergänzend wurden Raumtemperaturen und Thermostateinstellungen überprüft sowie mithilfe einer Wärmebildkamera Wärmebrücken am Gebäude identifiziert.
Wasserverbrauch verstehen – direkt und indirekt
Auch beim Thema Wasser stand das aktive Messen und Vergleichen im Vordergrund. Jugendliche prüften den Durchfluss von Wasserhähnen, kontrollierten Spülkästen und dokumentierten Einsparmöglichkeiten. Darüber hinaus wurde der sogenannte sekundäre Wasserverbrauch thematisiert: Anhand von Alltagsprodukten wie Lebensmitteln, Kleidung oder Fahrzeugen wurde deutlich, wie viel Wasser bereits bei der Herstellung verbraucht wird. Besonders der hohe Wasserbedarf bei der Produktion von Rindfleisch und Autos im Vergleich zu pflanzlichen, regionalen Lebensmitteln sorgte für Aha-Momente.
Modellprojekt mit neuer Perspektive für das UfU
Das Projekt hatte für das UfU Pilotcharakter: Während Energiesparprojekte bislang vor allem in Nichtwohngebäuden wie Schulen oder Kitas umgesetzt wurden, standen hier erstmals Wohngebäude der Jugendhilfe im Fokus der energetischen Betrachtung. Die Workshops zielten darauf ab, Klimawissen niedrigschwellig zu vermitteln, Selbstwirksamkeit zu fördern und die Teilnehmenden zu befähigen, Einsparmaßnahmen eigenständig im Alltag umzusetzen.
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen – etwa durch Personalausfälle oder den laufenden Betrieb in den Wohngruppen – zeigte sich, dass partizipative Klimabildung auch unter Realbedingungen gut funktioniert. Besonders hervorgehoben wurden von den Teilnehmenden die detektivischen Hausrundgänge und die spielerischen Quizformate, die belegten, dass sich zentrale Inhalte nachhaltig eingeprägt hatten.
Wie geht es weiter?
Das Pilotprojekt stieß sowohl beim Auftraggeber als auch in den beteiligten Einrichtungen auf große Zustimmung. Die Wohngruppen planen, Einsparmaßnahmen selbstständig weiterzuverfolgen, etwa durch das Anbringen von Sparhinweisen im Alltag. Der Auftraggeber prüft zudem, ob das Konzept auf weitere Einrichtungen übertragen und verstetigt werden kann.
Ein Feedback aus der Mutter-Vater-Kind-Gruppe bringt die Wirkung des Projekts auf den Punkt: „Ein tolles Projekt!“
Kontakt: Antonia Nieke, Janna Greisle
Vier Jahre KlimaVisionen: 70 Berliner Schulen zeigen, wie Klimaschutz geht
Nach vier intensiven Projektjahren endet das Projekt „KlimaVisionen – Wege zur klimaneutralen Schule in Berlin“. 70 Schulen aus allen Berliner Bezirken haben jeweils eine eigene Roadmap (Maßnahmenfahrplan) zur Klimaneutralität entwickelt und konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen umgesetzt. Jetzt braucht es eine Anschlussfinanzierung, um die Schulen auch weiterhin wirkungsvoll zu unterstützen und zugleich neue Schulen auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und gemeinschaftliche Aktionen zu initiieren.
Schulen als Impulsgeber für Klimaneutralität
Der Handlungsdruck ist enorm: Um Berlins Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen, braucht es deutlich mehr konkrete Maßnahmen – insbesondere in öffentlichen Einrichtungen. Schulen nehmen hier eine zentrale Rolle ein. Die im Projekt entwickelten Roadmaps zeigen eindrucksvoll, wie Schulen strukturell und pädagogisch wirksam Emissionen einsparen – und zugleich als Vorbild für andere Institutionen agieren können.
Was gut lief – und was bleibt
Im Rahmen des Projekts wurden nicht nur Zukunftsvisionen entwickelt, sondern greifbare Veränderungen angestoßen. Besonders die strukturelle Verankerung von Klimaschutz durch Klimaparlamente, wie etwa an der Friedrich-Ebert-Oberschule, gehören zu den Highlights des Projekts.
Zudem führte die Projektteilnahme zu intensivem Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen. Hier werden nicht nur Kontakte geknüpft, sondern auch die konkrete Projektplanung vorangetrieben. Im Anschluss tragen die Teilnehmenden die wieder aufgefrischte Motivation zurück in ihre Schulgemeinschaft. Im Verlauf des Projekts haben sich als besonders wirksam herauskristallisiert:
- Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
- Die Kooperation von Teams innerhalb der Schule und die Einbindung z.B. der Gesamtkonferenz
- Die nachhaltige, strukturelle Verankerung der Bemühungen und Klimaschutzaktionen z.B. durch ein Klimaparlament oder eine Klima-AG
- Die Festlegung von realistischen Zielen und die Priorisierung wirkungsvoller Maßnahmen
Klimaschutz braucht strukturelle Verankerung
Die Erkenntnisse der projektbegleitenden Evaluation zeigen deutlich: Für eine nachhaltige Umsetzung braucht es verbindliche Strukturen und politische Rückendeckung. Viele Maßnahmen wurden bislang freiwillig und zusätzlich zur regulären Arbeit umgesetzt. Ohne genügend Zeitressourcen, koordinierende Stellen und angemessener Anerkennung bleibt es beim Engagement Einzelner. Daher fordert das UfU an jeder Schule eine feste Koordinierungsperson für Klimaschutz und Klimaanpassung, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Vordergrund rückt.
Darüber hinaus braucht es eine intensivere Begleitung durch externe Partner, um engagierte Lehrkräfte entlasten zu können, sowie eine stärkere Vernetzung mit Bezirksämtern und Kommunen. Denn dort, wo gute Ansprechpersonen vorhanden waren, konnten Schulen ihre Roadmaps deutlich schneller umsetzen.
Klimaaktionen umsetzen motiviert und stärkt Selbstwirksamkeit
Die Erfahrungen im Projekt zeigen deutlich: Effektiver Klimaschutz an Schulen braucht eine Balance zwischen sichtbaren, direkt emissionsvermeidenden Maßnahmen und der Bewusstseinsbildung im Schulalltag. So kann die Gestaltung von Hochbeeten ein erster Erfolg sein, um Momentum zu gewinnen und mit Motivation auch die schwierigeren Themen anzugehen. Wie etwa: Wie gelingt es die Schulgemeinschaft zu mobilisieren? Wie kann die energetische Sanierung der Schulgebäude auf die Agenda von Entscheidungsträger*innen gesetzt werden? Wie kann effektiver Hitzeschutz etabliert werden?
Auch die sogenannte „Attitude-Behavior-Gap“ (Kollmuss & Agyeman, 2002) zeigt sich deutlich: Lehrkräfte erleben Klimaschutz besonders dann als sinnvoll, wenn sie selbstwirksam handeln können – nicht nur, wenn Themen im Unterricht behandelt werden.
Wie geht es nun weiter?
Nach Projektende liegt die Umsetzung der Roadmaps bei den Schulen selbst. Viele engagieren sich weiterhin mit großer Motivation – nicht zuletzt dank der entstandenen Netzwerke. Doch es braucht klare politische Signale, dass die Klimaziele Berlins ernst genommen werden. Das bisher Erreichte wird ohne nachhaltige strukturelle Förderung und zentrale Unterstützung nicht dauerhaft Bestand haben.
Das UfU sucht aktiv nach neuen Fördermöglichkeiten, um das erfolgreich und mehrfach ausgezeichnete Modellprojekt fortzusetzen und weitere Schulen und auch andere Bildungseinrichtungen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten.
Das Projekt „KlimaVisionen“ zeigt: Klimaschutz an Schulen wirkt – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Damit Berlin seine Ziele erreicht, braucht es neben engagierten Lehrkräften und motivierten Schüler*innen vor allem auch den politischen Willen, Schule neu zu denken: als echten Lern- und Gestaltungsort für eine klimaneutrale Zukunft.
Weitere Informationen, Materialien und die Handreichung „Schulen als Impulsgeber für Klimaneutralität in Städten – Die Vision einer klimaneutralen Schule“ finden Sie hier.
Drei Schulen mit Modellcharakter für Berlin - Energiesparprojekt in Marzahn-Hellersdorf
Berlin, Marzahn-Hellersdorf – An drei Schulen des Bezirks ist für das aktuelle Schuljahr ein neues Energiesparprojekt durchgeführt worden. Das Projekt, welches nachhaltig die Energieverbräuche der Schulen senken soll, setzt auf intensive pädagogische Betreuung, Teilhabe der Kinder und auf ein monatliches Energiemonitoring. Damit wurden in dem Vorhaben neue Maßstäbe in der schulischen Klimabildung und Energieeffizienz gesetzt.
Warum Energiesparen an Schulen?
Wenn es um die erfolgreiche Energiewende geht, wird das Potential der Suffizienz, also Einsparung immer noch massiv unterschätzt. Dabei bieten der schonende Umgang mit Ressourcen und das Einsparen von Energieverbräuchen die Chance, unseren Bedarf erheblich zu senken und damit auch den Druck auf bekannte Konflikte wie bspw. den Flächenkonflikt zu senken. Schulen sind der größte Energieverbraucher der öffentlichen Hand und bieten enorme Einsparpotentiale.
Pilotprojekt mit Vorbildfunktion
Das Energiesparprojekt besteht sowohl aus Unterrichtseinheiten, Praxisworkshops und einem Energiemonitoring. Dem Bezirk war es wichtig, dass innerhalb des Projekts, die Schulen intensiv pädagogisch betreut werden. Deshalb erhielten alle Schulen in dem Projekt Unterrichtseinheiten zu Energie, Klima und Nachhaltigkeit und stärkten so das Bewusstsein der Schüler- und Lehrer*innen für Umweltthemen. Zusätzlich führten die Schulen regelmäßig Raumtemperaturmessungen und andere Workshops durch, damit die Schüler*innen Verständnis für die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Verbräuche anschaulich erfahren können. Es wurden Energy-Clubs an den Schulen gegründet, die den Schüler*innen die Möglichkeit geben, sich für die Schule verantwortlich zu fühlen und eigene Ideen umzusetzen. Auf diese Weise macht Bildungsarbeit Spaß und die Schüler*innen erfahren Selbstwirksamkeit. Zusätzlich wurde an allen drei Schulen erstmalig ein monatliches Energiemonitoring durchgeführt. Dabei wurden die Verbrauchsdaten für Wärme, Strom und Wasser ausgewertet und mit Vorjahreswerten verglichen. Die Ergebnisse zeigen sowohl Erfolge als auch Herausforderungen:
– Wärmeverbrauch sank in zwei der drei Schulen um bis zu 7 %
– Stromverbrauch reduzierte sich um 11 % (WvS) und 7 % (JS)
– Wasserverbrauch stieg in einer Schule um 19 %, was auf eine möglichen Schaden hinweist
Diese regelmäßigen Auswertungen machen deutlich, wie wichtig ein funktionierendes Energiecontrolling ist – nicht nur zur Einsparung, sondern auch zur schnellen Erkennung und Behebung von Problemen. Teilweise werden Maßnahmen in den Schulen, z.B. im Bereich der Nacht- und Wochenendabsenkung der Heizungsanlage auch erst zur kommenden Heizperiode umgesetzt, so dass weiteres Einsparpotential erwartet wird.
Forderung nach Ausweitung des Projekts
Das Projekt zeigt, dass gezielte pädagogische Betreuung in Kombination mit technischem Monitoring echte Wirkung zeigt – sowohl bei den Verbrauchszahlen als auch bei der Klimabildung. Schüler*innen wirken bei den Projekten selbst aktiv mit und werden so für die Thematik sensibilisiert, erfahren Selbstwirksamkeit im Zusammenhang mit der Energiewende. Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) fordert daher eine Ausweitung vergleichbarer Projekte auf alle Berliner Bezirke und Kommunen in Brandenburg, um das Ziel einer klimaneutralen Schule realistisch zu erreichen. Auch finanziell ist die Durchführung solcher Projekte lohnend. Denn die Kosteneinsparungen durch die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs übersteigen die anfallenden Kosten für die Durchführung derartiger Projekte.
Wie geht es weiter?
Im kommenden Schuljahr wird das Projekt in den drei Marzahn-Hellersdorfer Schulen fortgesetzt – allerdings ist die Beauftragung zunächst nur bis Ende 2025 gesichert. Eine Fortführung über 2026 hinaus sowie die Einbindung weiterer Schulen wird angestrebt. Die Erfassung der Verbrauchsdaten soll weiter optimiert werden, um ein noch effizienteres Controlling zu ermöglichen.
Erfolgreicher Projektabschluss: „Klima macht Schule“ spart über 460.000 kWh Energie ein
Nach drei erfolgreichen Projektjahren endet das Energiesparprojekt „Klima macht Schule“ mit beeindruckenden Ergebnissen. Unter der fachlichen Begleitung des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU e.V.) wurden neun kreiseigene Schulen im Landkreis Havelland dabei unterstützt, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken und das Klimabewusstsein bei Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften zu stärken.
„Die Ergebnisse von Klima macht Schule zeigen eindrucksvoll, wie wichtig Bildung für nachhaltige Entwicklung ist. Wenn junge Menschen verstehen, wie sie durch ihr Verhalten konkret zum Klimaschutz beitragen können, ist das ein Gewinn für die ganze Gesellschaft“, erklärt Michael Koch, Beigeordneter und Dezernent des Umweltamtes des Landkreises Havelland. „Ich danke allen beteiligten Schulen, Lehrkräften und insbesondere den Schülerinnen und Schülern für ihr großes Engagement.“
Vielfältige Module und aktives Engagement
Im Mittelpunkt des Projekts standen jährlich wiederkehrende Basismodule zum Energiesparen, ergänzt durch abwechslungsreiche Zusatzmodule, die sich unter anderem mit Hitzeschutz, Upcycling und Mülltrennung befassten. Die beteiligten Schulen wurden für ihr Engagement nicht nur fachlich begleitet, sondern auch finanziell belohnt: Für ihre Teilnahme und nachweisbare Energieeinsparung erhielten sie jährliche Prämien.
Über 460.000 kWh eingespart – ein starkes Zeichen für den Klimaschutz
Die Bilanz kann sich sehen lassen: 463.102 Kilowattstunden Energie konnten während der dreijährigen Projektlaufzeit eingespart werden. Das entspricht einer Einsparung von rund 129.669 Kilogramm CO₂ – ein wichtiger Beitrag zum kommunalen Klimaschutz und ein Beleg für die Wirksamkeit schulischer Umweltbildungsprojekte.
Nachhaltiger Erfolg mit Vorbildcharakter
„Klima macht Schule“ hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für Umweltthemen zu sensibilisieren. Das Projekt stärkt nicht nur das Wissen über Energie und Klimaschutz, sondern fördert auch eine aktive Mitgestaltung durch Schülerinnen und Schüler. Damit leistet es einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele des Landkreises Havelland und trägt langfristig zu einem nachhaltigen Schulbetrieb bei.
Weitere Informationen und Links:
Ansprechperson: Matthias Laminski
Engagiert für den Klimaschutz: Auszeichnungsveranstaltung im Projekt KliQ 3.0
Engagiert für den Klimaschutz: Zehn Schulen aus Steglitz-Zehlendorf werden für ihre Mitwirkung am Projekt KliQ 3.0 ausgezeichnet
Am 18. Juni 2025 fand an der Mühlenau-Grundschule die feierliche Auszeichnungsveranstaltung zum Abschluss des Klimaschutz- und Energiesparprojekts KliQ 3.0 in Steglitz-Zehlendorf statt. Zehn Schulen des Bezirks haben mit Kreativität und Einsatz gezeigt, wie nachhaltiges Handeln im Schulalltag konkret und wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Für dieses Engagement wurden sie nun ausgezeichnet.
Das Projekt fand bereits zum dritten Mal in Folge statt und hat in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Schulen im Bezirk beim Energiesparen begleitet. Dieses Mal mit dabei waren: sechs Grundschulen, drei Oberschulen und eine Förderschule. Über das Schuljahr hinweg wurden die Schüler*innen dabei unterstützt, sich aktiv mit den Themen Klimaschutz und Energieeinsparung auseinanderzusetzen.
Neben der Wissensvermittlung war das Ziel des Projekts, durch Experimentieren, Messen und die praktische Umsetzung eigener Vorhaben ein Bewusstsein zu schaffen und durch eigenes Tun erfahrbar zu machen, dass Handeln einen Unterschied macht. In verschiedenen Workshops lernten die Kinder, warum Klimaschutz wichtig ist, an welchen Stellen Energie verbraucht wird und wie Energie an der Schule oder im Alltag eingespart werden kann. Die Inhalte reichten dabei von Temperatur- und Strommessungen, über Aktionen zu bewussterem Heizen und Lüften bis hin zu Mobilität und erneuerbare Energien.
Im Rahmen des Projekts wurden zudem Energielots*innen ausgebildet, die das neu erworbene Wissen innerhalb der Schule weitergeben und dabei helfen, Energiesparmaßnahmen im Schulalltag konsequent umzusetzen. So wurde sichergestellt, dass das Wissen im Schulalltag verankert bleibt und das Thema Klimaschutz und Energiesparen langfristig weitergeführt wird.
Ein besonderes Projekt-Highlight der vergangenen Monate war das Fahrradkino an vier Schulen, bei dem der Strom für den Film von den Kindern selbst erzeugt wurde. Dabei wurde deutlich, wie viel körperlicher Einsatz nötig ist, um elektrischen Strom zu erzeugen und wie wichtig daher ein bewusster Umgang mit Energie ist.
Die Abschlussveranstaltung am 18. Juni zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Begeisterung und Kreativität sich Kinder für den Klimaschutz einsetzen. Schüler*innen präsentierten ihre Projektbeiträge – darunter selbst entwickelte Sketche, die humorvoll und zugleich nachdenklich das Thema Klimaschutz und Energiesparen behandelten. Andere Gruppen stellten ihre konkreten Aktivitäten zum Energiesparen in der eigenen Schule vor. Die Präsentationen zeigten: Klimaschutz beginnt im Kleinen und kann in der Schule praktisch gelebt werden.
Ausgezeichnet wurden in diesem Schuljahr: Biesalski-Schule, Quentin-Blake-Grundschule, Friedrich-Drake-Grundschule, Fichtenberg-Oberschule, Käthe-Kruse-Grundschule, Peter-Lenné-Schule, Mühlenau-Grundschule, Grundschule am Stadtpark Steglitz, Wilma-Rudolph-Oberschule und Zinnowwald Grundschule. Neben den Schulen waren auch die Klimaschutzbeauftragte des Bezirks Sina Haas und der Leiter des BNE-Zentrums Wolfgang Schwarz anwesend und verfolgten die vielfältigen Beiträge der teilnehmenden Schulen.
Mit der Auszeichnungsveranstaltung endete nicht nur ein Projektjahr, es wurde auch ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt. Die Kinder und Jugendlichen haben gezeigt, dass sie nicht nur wissen, worum es beim Klimaschutz geht, sondern auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Ansprechperson: Janna Greisle
Auszeichnung für das Engagement von Kitas, Grundschulen und Horten im Energiesparprojekt der Stadt Burg
Wie kann man schon die Jüngsten für Energie und Klimaschutz begeistern? Die Stadt Burg zeigt, wie es geht: Im Rahmen einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung wurden am 3. Juni 2025 mehrere Kitas, Grundschulen und Horte für ihr Engagement im städtischen Energiesparprojekt geehrt. Zwei Jahre lang haben sie mit viel Kreativität und Begeisterung gezeigt, wie nachhaltiges Handeln im Alltag gelingen kann.
Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kitas und Horte zählen zu den besonders energieintensiven öffentlichen Gebäuden. In vielerlei Hinsicht ist Energiesparen und Klimaschutz an diesen Einrichtungen von besonderer Bedeutung: Die Kommune reduziert ihre Energiekosten, das Klima profitiert von der Verringerung der CO2-Emissionen und die Kinder entwickeln ein Bewusstsein für klimaschonenden Umgang mit Ressourcen und tragen als Multiplikator*innen das Erlernte in die Haushalte.
Seit 2023 führt das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. das Energiesparprojekt im Auftrag der Stadt in städtischen Bildungseinrichtungen durch.
Das Besondere in Burg: Das Projekt bezieht sowohl die Grundschulkinder als auch die Kleinsten mit ein. Schon in den Kitas werden die Kinder für das Thema Energie und Klimaschutz sensibilisiert. Energie und Klimaschutz werden hier spielerisch erfahrbar gemacht und kindgerecht im Alltag verankert. Anhand von Geschichten, kleinen Experimenten und Spielen entdecken die Kinder, was Energie eigentlich ist, wo sie im Alltag vorkommt und warum es sinnvoll ist, sparsam mit ihr umzugehen. Dabei arbeitet das UfU u.a. mit dem Konzept der Sonnenkinder. Die Sonnenkinder, wie Lisa Licht und Wilma Wärme, helfen dabei, das abstrakte Thema Energie für die Kinder greifbarer zu machen und erklären z.B., wie Energieumwandlung von Licht zu Wärme oder Strom funktioniert, warum die Sonne wandert oder wie aus Wärme Bewegung werden kann.
In den Grundschulen und Horten steht vor allem der achtsame Umgang mit Energie und der Klimaschutz im Fokus. Das Projekt kombiniert Wissensvermittlung und praktisches Experimentieren mit Handlungsorientierung. Die Grundschulkinder schlüpfen selbst in die Rolle von kleinen Energie-Detektiv*innen. Sie bilden Energieteams, führen Temperaturmessungen in ihren Einrichtungen durch, testen Geräte auf ihren Stromverbrauch und kommen so Energieverlusten und hohen Wasserverbräuchen auf die Spur. Auch das Thema Klimaschutz spielt dabei eine wichtige Rolle – verbunden mit der Frage: „Was können wir selbst in unserem Alltag tun und bewirken?“
Auch die Kita-Leitenden, Pädagog*innen und Hausmeister werden aktiv in den Prozess des Energiesparens an den Einrichtungen eingebunden. Jedes Jahr findet jeweils eine spezielle Fortbildung für die Hausmeister, für die Erzieher*innen der Kitas und für die Pädagog*innen der Grundschulen und Horte statt. Die pädagogischen Mitarbeitenden der Einrichtungen werden dabei nicht nur selbst für einen bewussten Umgang mit Energie sensibilisiert, sondern erhalten auch praktische Anregungen, wie sie das Thema kindgerecht mit vielfältigen Methoden im Alltag vermitteln können. Die Hausmeister werden dabei unterstützt, den Energieverbrauch der Gebäude zu senken, indem Verbrauchsauswertungen besprochen werden und über Energiekennwerte, Absenktemperaturen oder Heizkurven informiert wird. Der Austausch der Einrichtungen untereinander bildet ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Fortbildungen.
Bei der Auszeichnungsveranstaltung im Burgtheater am 3. Juni 2025 wurden die teilnehmenden Einrichtungen für ihr Engagement im Energiesparprojekt der Stadt Burg gewürdigt. Seit Beginn des Projekts sind folgende Einrichtungen aktiv dabei: Kita Ihlespatzen, Kita Kinderparadies, Kita Käte Duncker, Kita und Hort Deichblick, Hort Albert Einstein, Kita & Hort Burg-Süd, Grundschule Burg-Süd und Grundschule Niegripp. Im aktuellen Schuljahr kamen zudem die Grundschule Albert Einstein und die Kita Regenbogen neu hinzu.
Alle Einrichtungen erhielten Urkunden und die Kinder wurden mit persönlichen Energiespürnasen-Ausweisen ausgezeichnet, auf deren Rückseite sich einige stolz ein Autogramm des Bürgermeisters Philipp Stark geben ließen.
Herr Stark zeigte sich begeistert vom Engagement der Kinder und Pädagog*innen und betonte, wie wichtig solche Projekte für eine nachhaltige Zukunft der Stadt Burg sind.
Mit dem Projekt setzt die Stadt Burg ein starkes Zeichen für frühzeitige Umweltbildung und praktischen Klimaschutz – und zeigt, dass Energiesparen nicht nur notwendig, sondern auch spannend und kindgerecht sein kann. Das Projekt wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und läuft noch bis 2027.
Bildquelle: Stadt Burg (Bilder oben) und Melvon Thum, Volksstimme (Bild unten)
Ansprechperson: Janna Greisle
Oranienburger Schulen sparen auch 2025 Energie und erhalten Auszeichnungen in der Orangerie
Mit vielen kreativen Ideen sind Schülerinnen und Schüler auch 2025 in Oranienburg fürs Energiesparen aktiv geworden. Selbstgedrehte Videos, Energiespar-Crashkurse und sogar ein Theaterstück gehören zu den vielfältigen Aktionen. Insgesamt haben sieben städtische Schulen am Klimaschutz-Projekt teilgenommen. Bei einer Festveranstaltung in der Orangerie des Schlossparks Oranienburg wurden sie am 16. Mai 2025 durch Bürgermeister Alexander Laesicke ausgezeichnet. Rund 150 Schülerinnen und Schüler waren gemeinsam mit ihren Lehrkräften vor Ort dabei.
Oranienburg hat bereits 2022 sein Klimaschutz- und Energiesparprojekt in den städtischen Grund- und Oberschulen begonnen. Es wird gemeinsam vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen UfU e.V. und dem Klimaschutzmanagement der Stadt Oranienburg durchgeführt. Im laufenden Schuljahr 2024/25 haben mehr Schulklassen teilgenommen als jemals zuvor.
„Die Stadt Oranienburg verfolgt das Ziel der Klimaneutralität weiterhin mit großen Schritten – jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen. Kinder und Jugendliche engagieren sich durch das Klimaschutz- und Energiesparprojekt der Stadt bereits frühzeitig und senken fast nebenbei die Energiekosten der Stadt. Ich freue mich sehr, dass ich erneut die teilnehmenden Schulen für ihr Engagement auszeichnen kann. Bleibt weiter aktiv“, ermunterte Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke die Schülerinnen und Schüler.
Klimaschutz spart Energiekosten
Am 16. Mai 2025 konnten bereits zum dritten Mal die Klima-Schulen in einem feierlichen Rahmen in der Orangerie des Schlossparks Oranienburg geehrt werden. Die Veranstaltung hat Daniel Buchholz vom UfU e.V. moderiert: „Es macht den Kids richtig Spaß, eigene Klimaschutz-Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Auf der Bühne haben sie das mit selbstgedrehten Videos, Energiespar-Crashkursen, Plakaten und sogar einem eigens geschriebenen Theaterstück eindrucksvoll und unterhaltsam gezeigt. Dass ihre Projekte dabei noch Energie sparen und uns unabhängiger von teuren Energieimporten machen, ist eine wunderbare Kombination.“
Die feierliche Auszeichnungsveranstaltung war Teil der Oranienburger Klimaaktionstage, die maßgeblich vom Klimateam der Stadtverwaltung organisiert werden. „Oranienburg zeigt erneut, dass Klimaschutz in allen Bereichen vorangebracht werden kann. Unser Schulprojekt läuft bereits im dritten Jahr und diesmal sind sieben Schulen mit viel Herzblut dabei. Da Schulen und Sporthallen oftmals die größten Energieverbraucher in Kommunen sind, leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag für die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Oranienburg“, erklärt Johanna Hornig, Klimaschutzmanagerin der Stadt.
2.300 Schüler*innen bei Aktionen dabei
Im Rahmen des Projekts bilden die Schülerinnen und Schüler Energieteams, besichtigen zunächst mit Hausmeistern die Heizungsanlage und führen zahlreiche Messungen in der eigenen Schule durch. Die Energiesparprojekte sind eine bewährte Kombination aus praktischem Lernen, Unterrichtseinheiten und selbst entworfenen Klima-Projekten. Das gemeinnützige Umweltforschungsinstitut UfU unterstützt das Klimaschutzmanagement der Stadt Oranienburg bei der Umsetzung. Projektleiter Oliver Ritter vom UfU sieht die Erfolge: „Im laufenden Schuljahr haben mehr als 260 Schülerinnen und Schüler direkt teilgenommen, insgesamt wurden rund 2.300 mit den Aktionen an ihren Schulen erreicht. Sie begeistern sich für den Klimaschutz, erarbeiteten eigene Energiespar-Lösungen und erfahren so Selbstwirksamkeit.“
Als teilnehmende städtische Schulen wurden in diesem Schuljahr ausgezeichnet: Grundschule Germendorf, Havelschule (Grundschule), Jean-Clermont-Oberschule, Neddermeyer Grundschule Schmachtenhagen, Grundschule Germendorf, Grundschule Sachsenhausen und die erstmals mitmachende Grundschule „Friedrich Wolf“ Lehnitz. Bei der Festveranstaltung am 16. Mai 2025 in der Orangerie des Schlossparks Oranienburg waren rund 150 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften vor Ort dabei.
Erfolgreiches Projekt läuft seit drei Jahren
Das Klimaschutz- und Energiesparprojekt der Stadt Oranienburg läuft seit drei Jahren zunächst bis Mitte 2025 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Mit dem Projekt soll der Energieverbrauch der Schulen kontinuierlich gesenkt und Nachhaltigkeitsthemen in Oranienburgs Klassen verankert werden. Das Projekt geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2021 zurück, der darauf abzielt, die Themen Klimaschutz und Energie stärker in die schulinternen Abläufe und Lehrpläne zu integrieren und weiter in die Bevölkerung zu tragen.
Ansprechperson: Oliver Ritter












































































