Abschlussfeier des Erasmus-Projekts „Nachhaltige Energienutzung Berlin Athen 2024/25“

Abend im Zeichen des Austauschs zwischen Berlin und Athen

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung ging das Erasmus-Projekt „Nachhaltige Energienutzung Berlin – Athen 2024/25“ nach zwei Projektjahren zu Ende. Der Abend stand ganz im Zeichen des Austauschs zwischen Berlin und Athen und würdigte die Ergebnisse der Zusammenarbeit der Kooperationspartner.

Reiner Schiller-Dickhut (RfG – Respekt für Griechenland) eröffnete die Veranstaltung mit einer Einführung in den Abend und in das Projekt. Im Mittelpunkt des Projekts stand der Austausch zwischen den Kooperationspartnern in Berlin und Athen und die Frage, wie die Themen Klimaschutz und Energiesparen über rein naturwissenschaftlich-technische Ansätze hinaus vermittelt werden können. Das Ziel des Projekts war es, bestehende Bildungsmodule zu Energiesparen und Klimaschutz um emotional ansprechende, kreative und gestaltende Methoden zu ergänzen. Darüber hinaus sollten Unterrichtseinheiten so gestaltet werden, dass auch sozial benachteiligte Gruppen oder Schüler*innen mit erhöhtem Förderbedarf, erreicht werden können.

Dazu stellte Janna Greisle (UfU – Unabhängiges Institut für Umweltfragen) Projektansätze des UfU vor, die die beschriebene Herangehensweise zur Anwendung bringen und im Rahmen des Projekts, aber auch in anderen Projekten des UfU erprobt und umgesetzt worden waren.

Die systematische Entwicklung von Modulen zur Ansprache von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf stellte sich aufgrund fehlender zielgruppenspezifischer Materialien als eine besondere Herausforderung dar. Die Workshopgestaltung erforderte eine enge Abstimmung mit den Lehrkräften und oft individuelle Anpassung an teilweise einzelne Schüler*innen. Bei der Erprobung und Durchführung von Workshops in Förderschulen, wie der Biesalski-Förderschule in Steglitz-Zehlendorf, zeigten praxisnahe Aktionen am meisten Erfolg: Energiesparen wurde vor allem durch Bewegung, Spiel und handlungsorientierte Angebote erlebbar gemacht, etwa beim Fahrradfahren zur Stromerzeugung oder beim Upcycling von Abfall zu Geldbeuteln und Blumentöpfen zur Schulhofbegrünung. Auch die Projekte „Klimavisionen“ und „Klimagesichter“ des UfU wurden als Beispiele für partizipative, kreativ gestaltende und emotional ansprechende Formate vorgestellt.

Da Maya Andreou (CER – Community Energy River) nicht persönlich an der Abschlussfeier teilnehmen konnte, wurde sie mit einem digitalen Grußwort zugeschaltet. Sie erläuterte die Weiterentwicklung der Energiesparworkshops auf griechischer Seite und deren Fokus auf spielerische, gestaltende und partizipative Ansätze. In den Workshops mit den Kindern wurde das Schulgebäude zu einem lebenden Labor, zu einer emotional ansprechenden Gestalt. Durch Zeichnen und Malen ihrer Schule oder ihres zukünftigen Wunschgebäudes wurden die Emotionen der Kinder im Zusammenhang mit ihrem Schulgebäude hervorgebracht. Dies zeigte auch deren Frustration und Ärger über den Zustand des Gebäudes, brachte aber auch Ideen hervor, welche Verbesserungen gemacht werden könnten. Darüber hinaus stellte Maya das im Rahmen des Projekts von CER entwickelte Spiel „we change climate change“ vor, welches die Handlungsoptionen der Kinder zur Reduktion von CO2-Emissionen in den Fokus nimmt und beim „Cycladic Kids Festival“ im September 2025 in Athen getestet wurde.

Wolfgang Schwarz (BNE-Zentrum – Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung) führte anschließend anhand von Bildern durch die beiden Projektjahre und die Vorgeschichte der aktuellen Zusammenarbeit der Projektpartner. Neben Eindrücken aus den Projekt-Schulen in beiden Ländern, kam es im April 2024 in Athen und im Dezember 2024 in Berlin zu einem Austausch zwischen Schulklassen des 13. Gymnasio und Lykeo Athen und des Heinrich-Hertz-Gymnasiums.

Darüber hinaus unterstrich Wolfgang Schwarz die Bedeutung der zahlreichen Austauschtreffen der Projektpartner. Neben der Weiterentwicklung der Bildungsmodule entstanden dabei auch die Ideen für einen gemeinsamen Folgeantrag im Rahmen des Erasmus+Jugend-Förderprogramms, welcher im Herbst 2025 eingereicht wurde.

Der Abend wurde musikalisch begleitet. Griechische Lieder wurden mit neuen deutschen Texten unterlegt. Damit wurde die Verbindung zwischen den Projektpartnern auch kulturell erlebbar gemacht. Die Abschlussveranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit, Bildung und Kreativität zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.

Kontakt: Janna Greisle