Starterpaket ermöglicht geringinvestive Maßnahmen in sechs kommunalen Einrichtungen

Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn beantragt ein sogenanntes Starterpaket für geringinvestive Maßnahmen im Rahmen ihres Energiesparprojekts. Damit können in den kommenden Projektjahren gezielte Investitionen in sechs kommunalen Einrichtungen – einer Schule, einem Hort, einem Jugendclub und drei Kindertagesstätten – umgesetzt werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch spürbar zu senken und gleichzeitig pädagogische Impulse für den Klimaschutz zu setzen.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Mit den Fördermitteln, die bis zu 6.000 Euro pro Einrichtung betragen, lassen sich zahlreiche energiesparende Verbesserungen umsetzen. Dazu zählen beispielsweise der Austausch veralteter Thermostatventile, die Optimierung der Heizungsregelungen oder der Erwerb von Materialien für pädagogische und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten.
Solche geringinvestiven Maßnahmen zeigen schnell sichtbare Erfolge: Sie verbessern das Energiemanagement vor Ort und machen für Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar erfahrbar, dass die Kommune aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

Förderung schafft Handlungsspielräume

Finanziert wird das Projekt über die sogenannte Kommunalrichtlinie, die Kommunen bei der Einführung von Energiesparmodellen unterstützt. Neben der Förderung von Personalkosten bieten die zusätzlichen Mittel des Starterpakets eine wertvolle Möglichkeit, sinnvolle Investitionen auch bei knappen Haushalten umzusetzen.

„Sechstausend Euro mögen auf den ersten Blick nicht viel erscheinen – für kommunale Bildungseinrichtungen können sie jedoch den entscheidenden Unterschied machen“, betont Marlies Bock vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU), welches das Projekt im Auftrag der Gemeinde an den Einrichtungen durchführt. „Das Geld kann direkt und unbürokratisch eingesetzt werden – ein wichtiger Schritt, um Motivation, Selbstwirksamkeit und Nachhaltigkeit zu fördern.“

Bildung trifft Technik

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von pädagogischer Arbeit und technischem Know-how. Durch die Einbeziehung der Hausmeister*innen sowie des pädagogischen Personals entstehen Synergien, die über das Projekt hinaus wirken können. Kinder und Jugendliche erleben unmittelbar, dass ihr Engagement für den Klimaschutz zu sichtbaren Veränderungen führt – ein nachhaltiger Lerneffekt, der weit über die Projektlaufzeit hinausreichen soll.

Blick in die Zukunft

Das Energiesparprojekt in Glienicke/Nordbahn startete Anfang 2025 und läuft bis Mitte 2028. Die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Starterpaket ist ab 2026 geplant, sodass sie bereits zur Heizperiode 2026/27 Wirkung zeigen können. Begleitend dazu finden pädagogische Aktionen und Workshops statt, in denen weitere Ideen für Energieeinsparung und Klimaschutz entwickelt werden.

Langfristig soll das Projekt in den Einrichtungen und in der gesamten Kommune fortgeführt werden. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass eine kontinuierliche Unterstützung entscheidend ist, um dauerhafte Energieeinsparungen und ein wachsendes Bewusstsein für Klimaschutz zu erreichen.