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Energiesparen an Schulen

Das UfU e.V. bearbeitet in Kooperation mit der rumänischen Organisation „Environ“ und der bulgarischen Organsiation National Trust EcoFund (NTEF) das Projekt "Klimaschutz durch Energieeffizienz – Einführung und Weiterentwicklung von Energiesparprojekten an rumänischen und bulgarischen Schulen“

Die Ziele des Projekts sind an die Ausgangslagen der beiden Zielländer angepasst:

a) In Rumänien sollen die auf Nutzerverhalten zielenden Energiesparprojekte an Pilotschulen weiterentwickelt und ein an die rumänische Ausgangslage angepasstes Prämienmodell konzipiert werden;

b) In Bulgarien sollen die Pilotschulen in die auf Nutzerverhalten zielenden Energiesparprojekte eingeführt werden. Es soll darüber hinaus erreicht werden, dass in teilnehmenden Schulen das eingesparte Geld für Energiespar-Maßnahmen oder für Aktivitäten/Unternehmungen zu Energie und Klimaschutz und verwandten Themen genutzt werden kann.

In Rumänien sollen die Kommunen Vereinbarungen mit den Schulen schließen, die eine Prämienausschüttung für die Teilnahme am Energiesparprojekt beinhalten. Mit der Stadt Murest und der Stadt Zarnesti gibt es bereits zwei interessierte rumänische  Kommunen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit breit aufstellen wollen. In Bulgarien sind es das Stadtviertel Liulin und die Stadt Samokov, die am Projekt teilnehmen werden.

Die oben genannten Ziele sollen durch Gespräche und eine größere Einbindung der Pilotkommunen in die Energiesparprojekte erreicht werden.

In den Pilotkommunen sollen jeweils zwei Projektschulen gefunden werden, für die die Projektpartner neben der pädagogischen Betreuung, die Berechnung der Einsparungen vornehmen und ein Konzept zur Verwendung der eingesparten Mittel entwickeln. Dies ist eine gute Gelegenheit für den kommunalen Klimaschutz ein Energiesparprogramm mit Anreizsystem zu etablieren, das beispielhaft für andere Kommunen sein soll. Die Entwicklung eines auf andere Kommunen übertragbaren Anreizsystems wäre außerdem aus mehrerlei Sicht sinnvoll. Schulen hätten einen höheren Anreiz, an solchen Projekten teilzunehmen, da sie aus ihren Einsparungsbemühungen einen finanziellen Mehrwert hätten, über den sie auch selbstständig entscheiden könnten. Die Verwaltungen wären durch die enge Anbindung näher an den Schulen und erhielten einen Überblick über liegenschaftsbezogene Verbräuche und Energiesparpotentiale. Die erzielten Einsparungen werden über das Ablesen von Zählerständen bzw. durch Vergleiche von Rechnungen durch die Projektpartner aufgenommen und ausgewertet. So könnten sie langfristig Kosten reduzieren, da durch Energiesparprojekte an Schulen zwischen 5 und 25% Energie eingespart werden kann. Idealerweise mündet die Durchführung dieses Projektes in eine Verselbstständigung des Projekts, indem in der Folge Kommunen entweder externe Partner beauftragen oder die Energiesparprojekte eigenständig durchführen. Die Kosten hierfür können dann durch das erzielte Energieeinsparvolumen gedeckt werden. 

Zusammengefasst beinhaltet das Projekt:

  • Weiterführung der Energiesparprojekte in Rumänien
  • Einführung der Energiesparprojekte in Bulgarien
  • Qualifizierung von mindestens drei Lehrkräften und einem Hausmeister der Schulen der Pilotkommunen zur selbstständigen Durchführung von Energiesparprojekten und Erzielung eines Multiplikatoreffekts, der sich durch die Verbreitung des Energiesparprojekts auf weitere Schulen zeigt
  • Entwicklung und Einführung eines Anreizmodells in den beteiligten Pilotkommunen in Rumänien und Bulgarien zur Weitergabe der finanziellen Einsparungen an die Schulen bzw. bedarfsgerechten Verwendung der eingesparten Kosten
  • Ermöglichen einer langfristigen Verankerung von schulischen Energiesparprojekten

Kontakt: Florian Kliche

Dieses Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt begleitet.

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