Bridging European and Local Climate Action (BEACON)

Hintergrund des Projekts

Mit den Beschlüssen der Klimakonferenz 2015 in Paris (COP 21) wurde die Aufgabe eines umfassenden und ambitionierten Klimaschutzes auf eine neue Grundlage gestellt. Das Übereinkommen von Paris (PA) legt verbindlich fest, dass „der Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau gehalten wird und Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen“. Größere Ambitionen in der Klima- und Energiepolitik können nur erreicht werden, wenn dies als gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit breiter Akzeptanz aller Beteiligten gedacht wird. Dafür ist ein intensiver – auch grenzüberschreitender – Dialogprozess unabdingbar. Ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele für das Jahr 2030 – und darüber hinaus – wird dabei in Kommunen und von kommunalen Akteuren (wie z. B. Schulen) geleistet.

Aus diesem Anlagen ist das Projekt BEACON im Rahmen des EUKI (Europäische Klimaschutzinitiative)-Netzwerks entstanden. Hierbei hat sich ein Konsortium aus elf Partnerorganisationen aus Deutschland und den europäischen Partnerländern, die Tschechische Republik, Polen, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Portugal, gebildet, um Klimaschutz auf kommunaler Ebene voranzubringen. Dabei bildet die Arbeitsgemeinschaft (ArGe) „European Climate Action Dialogue“ (ECAD) der Organisationen Ecofys und adelphi gemeinsam mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) das inhaltliche Kernteam.

Projektziele

Das vorrangige Ziel dieses Vorhabens ist die Förderung der europäischen Integration durch bi- und multilateralen Dialog und Kooperation auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Durch gegenseitigen Austausch sollen Kapazitäten zur Klima- und Energiepolitik sowie deren Umsetzung in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten und Deutschland aufgebaut werden. Durch das Vorhaben soll gerade auch in EU-Mitgliedstaaten ambitionierte Klimapolitik umgesetzt werden, in denen die Transformation zu einer dekarbonisierten Gesellschaft vermehrt Hemmnissen ausgesetzt ist.

Leitprinzipien

  • Leitprinzip 1: Klimaschutz als europäische Vision – den Nutzen sichtbar machen
  • Leitprinzip 2: Europäischer Gemeinschaftsgedanke – ein Netzwerk aufbauen
  • Leitprinzip 3: Zusammenarbeit auf Augenhöhe – Entscheidungen kritisch hinterfragen
  • Leitprinzip 4: Brücken schlagen – Synergien aus unterschiedlichen Bereichen schaffen
  • Leitprinzip 5: Verstetigung schaffen – Wissen verankern und multiplizieren

Ansatz

Das Projekt ist auf der Idee aufgebaut, dass die Verzahnung zwischen sozioökonomischer und ökologischer Transformation, in Form von Vernetzung unterschiedlichster Akteure, ein wichtiger Bestandteil der Klimapolitik ist. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass Austausch zu guten Praktiken und die Entwicklung fachbezogener Kooperationsformate durchgeführt werden, um ein Bewusstsein für Klimaschutz zu schaffen und Wissensaustausch voranzutreiben. Mit dem Hintergrund, dass Bildung ein wesentlicher Schlüssel für den Klimaschutz ist, wird in Form von Energiesparprojekten an Schulen handlungs- und erfahrungsorientierte Bildung geschaffen. Weiterhin wird die  Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglicht und bestehende Netzwerke werden gestärkt

Kontakt

Florian Kliche

Marlies Bock

Laufzeit

06/2018-03/2021