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Energiesparen an Schulen

Mittels einer Evaluation sollte der Frage nachgegangen werden „Wie konkret und differenziert wirkt sich die wissenschaftliche Begleitung von schulischen
Energiesparprojekten aus?". Die Evaluation wurde von Bettina Rudert durchgeführt und als Masterarbeit bei der universität Rostock eingereicht.

Schulische Energiesparprojekte können eine Menge Bewirken und Bewegen. Durch Änderung des Nutzerverhaltens in der Schule wird weniger Energie verbraucht, die damit einhergehenden Kosteneinsparungen entlasten die Budgets der Schulträger und der Ausstoß des Treibhausgases CO2 wird vermindert. Die schulischen Energiesparprojekte sind meist in den normalen Stundenplan integriert, behalten aber ihren Projektcharakter. Dadurch können sich die Schüler Wissen aneignen und Kompetenzen verbessern, die sie befähigen, am Prozess einer nachhaltigen Entwicklung zu partizipieren und zu fundierten Positionen bei komplexen Fragestellungen zu gelangen. Sie sollen in naher Zukunft in der Lage sein, zukunftsfähige, ressourcenschonende und sozial verträgliche Lebensstiele zu entwickeln und zu praktizieren. Dieses Projekt kann nicht das alles auf einmal leisten, aber es ist ein Baustein auf dem Weg dorthin.

Die zu Beginn der Evaluation eingegrenzten Untersuchungsbereiche sollten durch den Einsatz verschiedener Erhebungsinstrumente Befunde liefern, die dann analysiert und ausgewertet wurden. Zu Beginn der Evaluationsplanung ging der Evaluator von sechs Grundschulen mit je einer Klasse aus der 4.-6. Klassenstufe und ihrer Lehrkraft und Schulleitung aus, die in die Praxisanalyse einbezogen werden sollten. Letztendlich haben nur die Schülerinnen und Schüler einer Klasse beide Fragebögen, die Erwartungs- und Erfahrungsanalyse, ausgefüllt. Von drei anderen Klassen liegt nur die Erwartungsanalyse und von einer Klasse nur die Erfahrungsanalyse vor. Damit hat sich die erwartete Datenmenge halbiert und die Intention einiger Fragekonstrukte kam nicht zum Tragen. Die Ergebnisse der Analyse sind daher als exemplarisch, aber nicht als repräsentativ zu betrachten. Interviews mit den Kursleitern des UfU e.V. und dem Fachgebietsleiter Klimaschutz & Umweltbildung e.V. sowie die Dokumentenanalyse wurden wie geplant durchgeführt, außerdem wurde bei vier Projektstunden hospitiert, zwei mehr als geplant.

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. begleitet seit 16 Jahren
wissenschaftlich schulische Energiesparprojekte. Die Herausforderungen mit denen die Kursleiter jedes Mal konfrontiert werden, sind die nur sehr begrenzt zur Verfügung stehende Anzahl der Projektstunden und die Tatsache, dass jede Klasse anders ist. Anders bezogen auf den Wissensstand, die Motivation und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen. Die zusammengetragenen Ergebnisse zeigen, dass die durch die Kursleiter des UfU e.V. wissenschaftlich begleiteten Projekte bewirken und bewegen – in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlichem Tempo.

Zusammenfassung Masterarbeit

Präsentation