Kommunen und schulen für den europäischen Klimaschutzdialog gesucht

Im Rahmen des EUKI-Projektes „Bridging European and Local Climate Action“ werden deutsche Kommunen gesucht, die im Klimaschutz ambitioniert vorangehen und ihre Erfahrungen mit europäischen Partnern teilen möchten. Kommunen können ihre Online-Bewerbung ab jetzt einreichen; die Bewerbungsfrist endet am 13. Juli 2018.

Klimaschutz ist eine weltweite gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) fördert grenzüberschreitenden Dialog sowie Wissens- und Erfahrungsaustausch, um gemeinsam die Umsetzung des Pariser Abkommens voranzutreiben. In dem dreijährigen Projekt erhalten deutsche Kommunen die Gelegenheit, sich mit Städten aus Portugal, Griechenland, Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik auszutauschen und weiterzubilden.

Die Formate für diesen Austausch werden in unterschiedlichen Aktivitäten auf mehreren Ebenen abgebildet:

  • Regionale Workshops mit einschlägigen Experten dienen zur Vertiefung von fachspezifischem Wissen zu nachhaltiger Mobilität, erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und weiteren relevanten Themen.
  • Städtepartnerschaften stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und machen die Projektentwicklung im Klimaschutz als gemeinsame Aufgabe erfahrbar.
  • In europäischen Kommunenkonferenzen kommen Vertreter der kommunalen, regionalen und nationalen Ebene zusammen, um Strategien und Ansatzpunkte für den Klimaschutz und die Rolle von Kommunen länderübergreifend zu diskutieren und sich in kollegialer Atmosphäre zu vernetzen.
  • Darüber hinaus besteht für Kommunen die Möglichkeit, Schulen in den europäischen Austausch einzubinden.

Direkter Link zum Bewerbungsformular

Mehr Informationen zum Projekt

Mehr Informationen zur Bewerbung (Die Bewerbungsfrist endet am 13.07.2018)


Die August-Bebel-Schule spart Energie – das Energieteam in Aktion

Seit Oktober 2017 kümmert sich das Energieteam der Bebel-Schule in Leipzig darum, wie Energie eingespart werden kann. Das Energieteam setzt sich aus Kindern der zweiten und dritten Klassen, dem Lehrer Herr Dahl und dem Hausmeister Herr zusammen. Sie haben durch Energierundgänge und Temperaturmessungen z. B. herausgefunden, dass die Temperaturen im Winter in den Klassenräumen gut eingestellt sind, die Hoftür des Treppenhauses während der Hofpause meist offensteht. Die im Energieteam zusammengetragenen Maßnahmen wurden auf Plakaten für alle sichtbar festgehalten und den einzelnen Klassen vorgestellt.

Als Gäste konnte das Energieteam im Laufe des Schuljahres auch von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen Referentin Frau Rosch und Stadtrat Herr Deissler der Fraktion Bündnis90/Die Grünen begrüßen, die sich ein Bild von der Projektumsetzung in der Schule machten. Die Reporter der Schülerzeitung begleiteten die Aktivitäten und verfassten folgenden Artikel: Schülerzeitung Bebelschule

Im neuen Schuljahr 2018/2019 stehen für das Energieteam neben der Kontrolle der Temperaturen die Umsetzung der Energieaufgaben in den einzelnen Klassen an.

Hausmeister Herr Blumenthal erklärt den Kindern die Heizungsanlage

Energieverbrauchern auf der Spur – im Lehrerzimmer erfasst das Energieteam den Wasserkocher

Die Schüler führen selbstständig Temperaturmessungen im Schulgebäude durch und notieren die Werte im Protokoll


Fortbildungswoche für Lehrkräfte zum Thema Schulhofgestaltung

Letzte Woche fand die Fortbildungswoche für Lehrkräfte zum Thema Schulhofgestaltung statt. Die Fortbildung ist eingebettet in das Projekt „Change the grounds – transforming spaces for outdoor learning“. Die Teilnehmenden aus der Slowakei, Schottland und England erkundeten dafür unterschiedliche grüne Lernorte in Berlin. Unter anderem besuchten sie mehrere Schulhöfe, um an deren gelungener Umgestaltung neue Inspirationen für die eigene Umsetzung zu sammeln. Die Erfahrungen aus der Woche werden in einem Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer zusammen getragen.


Projektstart in Halle (Saale)

Einführung von Energiesparmodellen in Schulen der Stadt Halle (Saale)

Mit einer Auftaktveranstaltung im Stadthaus Halle startete am 31.5.2018 das Energiesparprojekt in der Stadt Halle (Saale).  Hier sind drei Schulen eingebunden. In allen Schulen soll über die Veränderungen im Nutzerverhalten bzw. technischen Anpassungen der Energieverbrauch gesenkt werden. Alle Schulen werden über ein Aktivitätsprämienmodell finanziell an den Einsparungen beteiligt.

Das Projekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

Folgende Schulen sind beteiligt:

  • Integrierte Gesamtschule Halle Am Steintor
  • Kooperative Gesamtschule „Wilhelm von Humboldt“ Halle
  • Saaleschule Halle – Gemeinschaftsschule für (H)alle


Praxishandbuch - Schulgebäude in Passivhausbauweise erschienen

Zum Abschluss des dreijährigen Projektes Passivhaus-Schulen werden aktiv präsentiert das Unabhängige Institut für Umweltfragen zusammen mit seinen Projektpartnern Werk-statt-Schule e.V. und e&u energiebüro GmbH das Passivhausschulen-Praxishandbuch

Innerhalb des Projektes (Laufzeit 2015-2017) wurden etwa 30 in Passivhausbauweise gebaute Schulen hinsichtlich der Herausforderungen und Stärken in Betrieb und Nutzung untersucht. Insbesondere in Schulen ist das Zusammenspiel der technisch-baulichen Komponenten mit dem Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer wegen seiner Komplexität und den besonderen Nutzungsbedingungen mit großen Herausforderungen verbunden.

Das vorliegende Handbuch soll daher Menschen, die sich mit Schulgebäuden in Passivhausbauweise oder anderer sehr energieeffizienter bzw. hochtechnisierter Bauweise beschäftigen oder sich dort regelmäßig aufhalten, unterstützen. Die Struktur des Praxishandbuchs ist dementsprechend eng an der Vorgehensweise des Projekts Probleme und deren Ursachen identifizieren, Lösungen entwickeln, Handlungsansätze herausarbeitenangelegt.

Das Praxishandbuch richtet sich an Hausmeisterinnen und Hausmeister, externe Technikerinnen, Firmen und Handwerker, an Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher, an die Schulleitung sowie an Planende bei Schulträgern und Hochbauämtern.

Das Praxishandbuch ist kostenfrei als PDF zum herunterladen unter sowie als Print-Ausgabe in begrenzter Stückzahl erhältlich. Sprechen Sie uns hierzu gerne an.


Dummy 2

Kooperationen zwischen NGOs und Unternehmen im Umweltbereich

Die Anzahl der Kooperationen zwischen Unternehmen und Umweltorganisationen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich angestiegen. Angesichts dessen, dass Kooperationen heute einen festen Platz im Handlungsrepertoire vieler Umweltorganisationen einnehmen, sahen das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Forschungsbedarf zum Stand von Forschung und Praxis dieser Aktivitäten. Insbesondere die Fragen, welche Potentiale die Zusammenarbeit für die Partner haben und ob Kooperationen einen Mehrwert für die Umwelt bringen, sollten im Forschungsvorhaben beantwortet werden.

Das beauftragte Konsortium aus dem Unabhängigem Institut für Umweltfragen (UfU), dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und UPJ dem Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen veröffentlicht nun den Abschlussbericht und weitere im Projekt entstandene Publikationen wie Handlungsempfehlungen und detaillierte Beschreibungen von Kooperationen (Fallstudien).

Pressemitteilung 3-2018weitere Informationen


Fachtagung uai

Fachtagung "Klimaschutz an Schulen"-informativ und erfolgreich

70 Lehrkräfte und in der Umweltbildung Tätige aus Berlin, Brandenburg und weiteren Bundesländern nahmen am 17. Oktober 2017 an unserer diesjährigen Fachtagung „Klimaschutz an Schulen“ teil. Diese stand unter dem Motto „Kleine Schritte, großer Wurf – den neuen Rahmenlehrplan mit Leben füllen“ und stellte die Umsetzung des Lernens in globalen Zusammenhängen in die Schulpraxis in den Mittelpunkt.

In zehn Workshops erhielten die Teilnehmenden Anregungen, wie das globale Lernen im Unterricht und im Schulprogramm verankert werden kann. Daneben konnten sie auch praktische Projektansätze kennenlernen – vom Klimafrühstück bis zu kreativem Gärtnern auf dem Schulhof, nachhaltigem Wirtschaften und Energiesparen an der Schule.

Zum Auftakt gaben Dr. Anne-Katrin Holfelder vom IASS Potsdam und Frau Schule, Leiterin des Dathe-Gymnasiums, Impulse zum Thema „Die Rolle von implizitem Wissen im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und zur Praxis der Umsetzung des globalen Lernens an einer Berliner Schule.

Nähere Informationen zu Vorträgen und Workshops können Sie dem Tagungsband entnehmen.

Wir haben unsere Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem Epiz durchgeführt.

Wir danken der GASAG, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für ihre freundliche Unterstützung. Der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg danken wir für die Bereitstellung der Tagungsräume und technische Unterstützung bei der Durchführung der Fachtagung.

Die Präsentation der einzelnen Workshops und Redebeiträge finden Sie hier:

Fachtagung_KS-Schule-2017_SDGs_Karoline-Kraft_INKOTA

Fachtagung_KS-Schule-2017_RLP_Schulprofil_Helmke-Schulze_Dathe

Fachtagung_KS-Schule-2017_Passivhausschulen_UfU

Fachtagung_KS-Schule-2017_Leitfaden_Almuth-Tharan_UfU

Fachtagung_KS-Schule-2017_Holfelder_IASS

Fachtagung_KS-Schule-2017_Globales Lernen_Lars-Boehme_CvL


Passivhaus Skizze Komponenten

Energetisch hocheffiziente Schulgebäude als Unterrichtsthema

Im Projekt „Passivhaus-Schulen werden aktiv“ wurden Unterrichtsmaterialien entwickelt und in der Praxis getestet, die energetisch hocheffiziente Gebäude als Unterrichtsthema für SchülerInnen ab Klasse 4 behandeln.

Die 90 reich bebilderten Seiten informieren über die Grundprinzipien, baulichen Komponenten und Funktionen von Passivhaus- und Niedrigstenergiegebäuden und stellen diese energetisch hocheffiziente Bauweise in den Kontext von Klimawandel und Wärmewende. Ein besseres Verständnis des Gebäudes und seiner innovativen Haustechnik mit Lüftungsanlage, Wärmerückgewinnung und Sonnenschutz soll dazu beitragen, Nutzungsfehler zu vermeiden und dadurch eine hohe Aufenthaltsqualität bei geringem Energieverbrauch ermöglichen.

Zu den drei Themenblöcken „Klimawandel und Wärmewende“, „Passivhaus –  außen“ und „Passivhaus – innen“ bietet die Broschüre Experimente und Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die nicht nur den naturwissenschaftlichen Fachunterricht bereichern können. Ausführliche Informationen, Medientipps und Verlaufsvorschläge erleichtern die Integration in die Unterrichtspraxis.

Die druckfrische Broschüre kann ab sofort im UfU-Shop bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

Autorinnen: Dorothea Carl, Marlies Bock (UfU e.V.) ; Grafikdesign und Layout Jules Weigel/karo3
1. Auflage, Berlin 2017

Hier können Sie die Broschüre bestellen!

Hier können Sie die Broschüre als PDF anschauen und herunterladen!

Weitere informationen zum Projekt „Passivhausschulen werden aktiv“ finden Sie hier


Dummy 2

Erfahrungsaustausch Energiesparprojekt Sachsen

Erfahrungsaustausch Energiesparprojekt Sachsen

Nach Abschluss des ersten Projektjahres in Sachsen, kam es am 25.08.2017 zum Erfahrungsaustausch in der Sächsischen Aufbaubank. Dazu trafen sich die Verantwortlichen Schulbetreuer, die teilnehmenden Schulen sowie Vertreter der Sächsischen Energieagentur. Ziel war es, sich über die Erfahrungen des ersten Projektjahres auszutauschen und das Programm für das anstehende zweite Projektjahr fortzuentwickeln.

In konstruktiver Atmosphäre wurden die Erfahrungen besprochen und Vorschläge für das zweite Jahre erarbeitet.

Das UfU betreut in Sachsen insgesamt fünf Schulen, für die im Schuljahr 2017/18 eine Auffrischung vorgesehen ist.

Hier gibt es weitere Informationen zum Projekt.


Sofia

Neues aus Bulgarien und Rumänien

Im vergangenen April und Mai wurden sowohl in Bulgarien als auch in Rumänien die nächsten Meilensteine im Projekt „Klimaschutz durch Energieeffizienz – Einführung und Weiterentwicklung von Energiesparprojekten an rumänischen und bulgarischen Schulen“ erreicht. In Sofia stellten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der teilnehmenden Pilotschulen des Projekts ihre Zwischenergebnisse auf einer Meilenstein-Konferenz vor. Wenige Wochen später fanden in Bukarest Workshops für Kommunen statt.

Auf der Konferenz in Sofia war sehr deutlich zu erkennen, dass der Wissenstransfer durch die Studienreise der bulgarischen Lehrkräfte nach Berlin und durch die zusätzliche Festigung mithilfe der Lehrerfortbildungen in Bulgarien gut geklappt hatte und dass das Know-How sehr detailliert von den Lehrkräften verstanden und erfolgreich an die Kinder weitergegeben wurde. Die Schulen zeigten sehr großes Engagement in ihrer Projektarbeit, u. a. weil z. B. in manchen Schulen statt ein bis zu fünf Energieteams gebildet wurden, ein Schüler extra eine graphische Simulation eines virtuellen 360°C-Rundblicks um das Schulgebäude für die Präsentation seiner Schule programmiert hatte und andere Schüler wiederum wochenlang täglich Messungen durchgeführt hatten, um Energiepässe für einzelne Klassenräume zu erstellen.

Auffällig war insbesondere das Engagement der wahrscheinlich ärmsten der vier Pilotschulen. Die Hristo Masimov-Schule in Samokov hatte nämlich bereits zu diesem Zeitpunkt in Zusammenarbeit mit ihrer Schulleitung mit eigenen Geldern erste Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen der Austausch der dünnen Eingangstür mit einer Doppelglastür sowie die Abdichtung von Fenstern. Weiterhin wurde in der Kantine von elektrischen Heizkörpern auf normale Heizkörper umgerüstet.

Außerdem wurde insgesamt anhand der Plakate und der pädagogischen Umsetzung des Energiesparprojekts deutlich, dass die vom bulgarischen Partner übersetzte fifty/fifty-Schulpaket-Broschüre von den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern viel genutzt worden war.

Ende Mai 2017 wurde in Bukarest an der Einführung eines Prämienmodells für die Schulen gearbeitet. Zunächst fand ein Workshop mit der Pilotkommune Mures statt, bei dem deutsche Erfahrungen zu   Maßnahmen zur Beteiligung der Gemeinde an Umweltprojekten durch Bildungsprogramme vorgestellt wurden und mit Personen aus der Stadtverwaltung zur langfristig erfolgreichen Umsetzung des Projekts diskutiert wurde.

Einen Tag später fand der größere „Workshop“, die Konferenz für Kommunen, statt. Die Veranstaltung, die über die Unterstützung der deutschen Botschaft in Bukarest verfügte, brachte Repräsentanten des Bildungsministeriums und von lokalen Behörden, die das Projekt unterstützen, zusammen.

Nachdem zu  verschiedenen Umsetzungsformen der Energiesparprojekte aus Deutschland berichtet wurde, erzählten Schulen von der Projektdurchführung an ihren Schulen,  ließen die Konferenzteilnehmer wissen, was sie im Projekt gelernt hatten und machten deutlich, wie wichtig es ist, dass die Schulen über die Unterstützung des Behörden verfügen. Nicht zuletzt sind die Schulen und die Ministerien nach einem Energieeffizienz-Gesetz verpflichtet, sich an Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz des Landes zu beteiligen.

Im weiteren Verlauf der Konferenz tauschen sich Schüler und Vertreter der Kommunen zu potentiellen Anreizsystemen aus, die die Schulen langfristig motivieren und an den Einsparungen beteiligen sollen. Der Vertreter des Bezirk 3 von Bukarest schlug vor, mit der Unterstützung des Verwaltung und des Ministeriums weitere Bezirke der Stadt für das Projekt zu gewinnen und Energiespar-Wochen an Schulen durchzuführen.

Darüber hinaus wurden am Nachmittag Wünsche und Ziele der Konferenzteilnehmer bzgl. des Projekts gesammelt und ihnen Zuständigkeiten den einzelnen Projektakteuren zugeordnet. Auch hier in Bukarest führten die Schüler während der Veranstaltungen immer wieder Messungen im Raum durch, um an den praktischen Aspekt des Projekts zu erinnern.